Archiv der Kategorie 'Antifaschismus'

Zur Trauerfeier Mani Stenners am 26.07.2014

Mit dem plötzlichen Tod des Geschäftsführer des Netzwerks Friedenskooperative, Mani (Manfred) Stenner geht auch für uns ein sehr wichtiger Bestandteil der politischen Arbeit Bonns verloren. Wir haben großen Respekt vor seinem Lebenswerk mit 30 Jahren politischem Kampf. Auch wir würden uns wünschen eines Tages 300.000 Menschen für den Frieden auf den Bonner Hofgarten mobilisieren zu können. Die Arbeit mit Mani im Bündnis Bonn stellt sich quer (BSSQ) und vielen anderen Zusammenhängen war für uns, die Bonner Jugend Bewegung (BJB), eine große Bereicherung. Wir schätzen es sehr, dass Mani sich während der Zusammenarbeit für eine Anti-Nazi-Blockade am 1.Mai 2012 stets auf Augenhöhe mit uns als Jugendlichen auseinandergesetzt hat und sich für die gemeinsame Sache in die Bresche geworfen hat. In unserer Erinnerung lebt er weiter als ein Mensch, der sein Leben dem Frieden und der Gerechtigkeit verschrieben hat, als ein Mensch, der es geschafft hat verschiedene Strömungen an einen Tisch zu setzen, um gemeinsam Großes zu schaffen.

Nazis aus Koblenz vertrieben

Nachdem die Bonner BürgerInnen vor eineinhalb Wochen bereits einem Pro NRW Stand deutlich die Rote Karte gezeigt hatten (ca. 75 BürgerInnen versammelten sich spontan um den Stand und verhinderten die Hetzte der Rassisten) legten AntifaschistInnen und BürgerInnen in Koblenz am 15.03. einen Drauf. Nach einem Drittel der Strecke mussten die Nazis umkehren, die nach Koblenz gekommen waren und wurden von den DemonstrantInnen mit lauten „Nazis-Raus“-Rufen zurück zum Bahnhof ‚begleitet‘.

Den Tag hatte sich die neofaschistische Partei „Die Rechte“ sicherlich anders vorgestellt. Eigentlich wollte man den die Freilassung einiger „Kameraden“ der inzwischen verbotenen und hochkriminellen Kameradschaft „Aktionsbüro Mittelhrein“ mit einem Demonstrationszug durch die Koblenzer Innenstadt feiern. Doch dies verhinderten AntifaschistInnen und BürgerInnen: Zuerst wurden die Nazis mit eindeutigen Sprechchören empfangen und dann entwickelten sich nach einem Drittel der geplanten Marschroute der Nazis gleich mehrere Sitzblockaden. Der Polizei war es nicht gelungen die lange Route durch die Innenstadt durchgehend abzusperren. Auch massive Polizeipräsenz mit Spezialeinheiten und Hundestaffeln konnten die friedlichen Blockaden nicht verhindern. Antifas, GewerkschaftlerInnen und Familien demonstrierten einhellig ihre Ablehnung gegenüber dem braunen Pack.

Auch die Versuche der Polizei, den Nazis einen störungsfreien Rückweg abzusichern, scheiterten vollständig. DemonstrantInnen strömten von allen Richtungen auf den Aufmarsch der Rechten zu und trieben sie danach mit Sprechchören Richtung Bahnhof. Die Angst war den Faschisten deutlich ins Gesicht geschrieben, als sie plötzlich nur noch eine Reihe PolizeibeamteInnen von den BürgerInnen Koblenz trennte. Die Bemühungen der Polizei mit massiver Präsenz den Nazis wenigstens eine würdige Abschlusskundgebung zu ermöglichen muteten dann recht verzweifelt an.

Der massive BürgerInnenprotest zusammen mit AntifaschisteInnen aus der Region hat diesen überwältigenden Erfolg möglich gemacht. Diese rege Beteiligung an sonst vielleicht eher unpolitischen Anwohnern knüpft an den antifaschistischen Erfolg zwei Jahre zuvor in Bonn Beuel am 1.Mai 2012 an, wo das Bonner Bündnis „Bonn stellt sich Quer“ viel positive Resonanz seitens der Anwohner hervorrief. Dort leistete die BJB einen wesentlichen Beitrag in der Organisation, Mobilisierung und Ausführung der Proteste gegen die Faschisten.

Die Bonner Jugendbewegung war mit zahlreichen AktivistInnen in Koblenz und wir sind stolz, dabei gewesen zu sein, als eine Stadt gefährliche Neofaschisten völlig gewaltfrei vertrieb. Koblenz ist ein unverkennbares Signal wie man Neofaschisten entgegen tritt: friedlich, entschlossen und gemeinsam.
Egal wo, egal wann.

Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!

Wuppertals Weltkriegsverlierer blockiert!

21.09.2013 Wuppertal

Wir freuen uns erfolgreich und mit vielen anderen GenossInnen den Wuppertaler Bahnsteig friedlich blockiert und so die Anreise von ca. 60 Neonazis verhindert zu haben. Durch das Engagement weiterer AntifaschistInnen, die zwei Sitzblockaden auf der Route der Neonazis errichteten, konnten die anwesenden Neonazis zum Glück auch nur einen Teil ihrer Route laufen, bevor sie wieder umkehren mussten.
Traurig stimmt uns, dass die Polizei uns am Ende der Sitzblockade zusagte, dass wir den Bahnsteig wieder verlassen dürfen und als alle erleichtert aufstanden um zu gehen, ohne ersichtlichen Grund anfing friedliche AntifaschistInnen rauszuziehen auf uns einzutreten und mit Schlagstöcken und Fäusten zu schlagen. Anschließend wurden wir in einem mehrstündigen Kessel festgehalten und an der Heimfahrt gehindert. Die Repressionen am Ende zeigen, dass man sich auf die zusagen der Polizei nicht verlassen kann und besser damit beraten ist auf kämpferische Geschlossenheit bis zum Schluss zu setzen. Unsere Solidarität gilt allen die festgenommen wurden und denen, die Verletzungen durch die willkürlichen Schläge der mit Sturmmasken vermummten Polizisten, die auch gezielt auf Gesichter und Köpfe ausgeführt wurden, davongetragen haben, oder sonst wie Opfer Polizeilicher Repression wurden .

Für eine Kennzeichnungspflicht der Polizei und
Hoch die internationale Solidarität!

Heute sind wir gut gelaunt- den Nazis wurd‘ der Tag versaut!

- Keinen Meter den Faschisten-

Die Rassisten von pro NRW versuchten wie angekündigt ihre Kundgebung am frühen Sonntag-Nachmittag am Theaterplatz in Bad Godesberg abzuhalten. Den ca. 20 verwirrten pro’lern standen ca.300 Gegendemonstranten gegenüber. Ein Großaufgebot der Polizei hat den Theaterplatz penibel abgesperrt und die Gegenkundgebung weit von den Rassisten weggedrückt. Trotzdem haben wir es mit einer Gruppe von ca. 20 Jugendlichen geschafft die Polizei auszutricksen und in unmittelbare Nähe der Kundgebung von pro NRW zu kommen, um dort lautstark gegen die rassistische Hetze zu protestieren. Der friedliche Protest in Form eines sit-ins wurde sofort von der Polizei eingekesselt. Unbeeindruckt von den Drohgebärden der Polizei haben wir gutgelaunt die Hetze der Nazis mit Sprechchören übertönt. So konnten wir zeigen, dass wir unseren Theaterplatz nicht den Faschisten überlassen. Trotz volksverhetzender Parolen von pro NRW wie „Neger raus“ stellte die Polizei lieber unsere Personalien fest, als die der Faschisten. Hier wurden junge Antifaschisten und Antifaschistinnen bewusst wie Verbrecher behandelt. Wenn die Polizisten die Nazis ungestört gewähren lassen wollen, dann nehmen wir die drohenden Geldbußen gerne in Kauf um eben diesen Nazis nicht unsere Städte zu überlassen.
Wenn ihr mitbekommt, dass die Rassisten von pro NRW irgendwo in der Stadt oder anderswo einen Stand haben, dann bitten wir euch uns dies auf Facebook mitzuteilen. Nur so können wir gemeinsam aktiven Widerstand leisten.


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