Archiv für November 2011

Bundeswehr raus aus Schulen, Unis, Berufsmessen, Jobcentern und Afghanistan!

Weitere Infos: www.jugendblock.tk
(oder alternativ www.jugendblockafghanistan.blogsport.de)

Aufruf zum Jugendblock auf der Demo gegen die NATO-Afghanistankonferenz am 3.Dezember in Bonn

Die Werbung der Bundeswehr
Die Bundeswehr wirbt immer offensiver an Schulen für Nachwuchs in ihre Soldatenreihen. Mit Vorträgen, Unterrichtsreihen, Infoständen auf Bildungsmessen, Seminaren, Strategiespielen, mit Lehrerfortbildungen und vorgefertigtem Unterrichtsmaterial wollen die „Jugendoffiziere“ gezielt Jugendliche überzeugen, in die Bundeswehr zu gehen. Auch über das Arbeitsamt und Berufsberatungen wirbt die Bundeswehr direkt Schüler aller Schulformen. Gerade die im Oktober 2008 verabschiedete „Kooperationsvereinbarung“ zwischen Bundeswehr und dem Schulministerium NRW bietet der Bundeswehr die Möglichkeit direkt in die Schulen und Berufsschulen zu gehen und in extra Stunden die Kriegspropaganda voranzutreiben. Kriegseinsätze werden so als „absolute Notwendigkeit“ dargestellt.
Die speziell dafür geschulten Jugendoffiziere erwähnen dort natürlich nicht, dass im Krieg größtenteils Zivilisten und Kinder sterben, dass zum Krieg Zerstörung, Unterdrückung, Vergewaltigungen und Vernichtung der Lebensgrundlage gehören oder dass Menschen in Kriegen schwere psychische Schäden erleiden.
Wir Jugendliche sollen uns so an die Bundeswehr gewöhnen und sie als Teil der Gesellschaft anerkennen.

Der Krieg der Bundeswehr in Afghanistan
Doch die Bundeswehr führt Krieg in Afghanistan. Klar, dass dieser nicht im Interesse der Bevölkerung und schon gar nicht im Interesse von uns Jugendlichen ist; sind doch ca. 75 Prozent der deutschen Bevölkerung gegen den Afghanistaneinsatz. Und das zu Recht.
Denn die ausländischen Soldaten aus den USA, aus der EU und auch aus Deutschland sind nicht für die „Sicherung der Demokratie“ in Afghanistan. Sie sind auch nicht dort, um Brücken zu bauen oder die Rechte der afghanischen Frauen zu verteidigen. Im Gegenteil: Seit dem Beginn der Besatzung im Jahr 2001 hat sich die Situation der Menschen in Afghanistan deutlich verschlechtert: Die Lebenserwartung und die Alphabetisierungsrate sind, besonders bei den afghanischen Frauen stark zurück gegangen, ¾ der Bevölkerung haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und der Anteil an der weltweiten Rohopiumproduktion ist in Afghanistan seit der Besatzung von 40% auf 90% gestiegen. Zusätzlich wurde die afghanische Landwirtschaft durch billige Importe aus dem Ausland zerrüttet.
Außerdem geht es um den größten Stützpunkt von NATO-Soldaten in der Region – in direkter Nachbarschaft zum Iran, China und zu Pakistan. Schon jetzt verüben die USA immer wieder Angriffe auf pakistanisches Gebiet. Die NATO-Staaten werden diese vorteilhafte Position für künftige Militärschläge nicht einfach so aufgeben.

Afghanistan braucht Frieden, keine Konferenzen
Dieses Jahr im Dezember treffen sich führende Politiker aus der ganzen Welt zu einer Konferenz, auf der über die Zukunft Afghanistans entschieden werden soll. Über mehrere Tage werden sie auf dem Petersberg in Bonn diskutieren, doch das Ergebnis ist jetzt schon klar: es wird keinen vollständigen Abzug der fremden Armeen aus Afghanistan geben. Vielmehr wird versucht, die Arbeit von Hilfsorganisationen mit der militärischen Organisation zu verbinden, um das Bild aufrecht zu erhalten, es handele sich in Afghanistan um einen humanitären Einsatz.
Die Konferenz in Deutschland stattfinden zu lassen stellt eine besondere Frechheit dar: Die deutschen Konzerne profitieren vom Krieg in Afghanistan und die etablierten Parteien tun alles, um diesen zu rechtfertigen.

Deswegen müssen wir den Kriegstreibern der Afghanistankonferenz selber zeigen, dass wir uns mit ihren leeren Versprechungen auf Frieden nicht zufrieden geben!
Wir wollen weder einen Krieg in Afghanistan, noch Bundeswehrwerbung in unseren Schulen, Unis, auf Berufsmessen und in Jobcentern.
Wir fordern bessere, kostenlose Bildung, das Recht auf Ausbildung und Übernahme und anständige Arbeitsbedingungen nach der Ausbildung statt Armut und Zukunftsangst, die so viele Jugendliche in die Arme der Bundeswehr treiben.

Bundeswehr raus aus Schulen, Unis, Berufsmessen, Jobcentern und Afghanistan!

Beteiligt euch am Jugendblock gegen die Kriege der Bundeswehr und für eine gesicherte Zukunft von uns Jugendlichen.


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