Archiv für Mai 2011

Wessen Schule ist die Schule? – Bundesweite Schulstreikkonferenz in Köln

Einladung zur bundesweiten Schulstreikkonferenz am 16./17.07. in Köln

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Interessierte

Nicht erst durch die anstehenden Doppeljahrgänge wird wieder einmal klar was für Probleme das Turboabi (G8) mit sich bringt. Durch G8 und zentrale Abschlussprüfungen ist unser Lehrplan völlig überfüllt und inhaltlich festgelegt. Zeit und Raum für demokratische Mitbestimmung in der Schule gibt es immer weniger. Stattdessen häufen sich Verbote und Repressionen.

In immer mehr Bundesländern wird das dreigliedrige Schulsystem zu einem zweigliedrigen umgebaut. Das Modell der einen Schule für alle rückt damit allerdings ebenfalls weiter in die Ferne.

Aber nicht nur strukturelle, sondern auch inhaltliche Veränderungen erfordern unseren Protest und Widerstand. Die Bundeswehr drängt wieder stärker an unsere Schulen und schließt mit immer mehr Schulministerien sogenannte Kooperationsabkommen ab. Ganze Unterrichtseinheiten werden so immer häufiger komplett durch die Bundeswehr gestaltet.

Die Liste ließe sich problemlos fortsetzen, Gründe für einen bundesweiten Schulstreik gibt es genug.

Wir wollen diese Entwicklungen nicht einfach hinnehmen! Lasst uns gemeinsam über passende Antworten diskutieren, Protestaktionen planen und Vernetzungsmöglichkeiten ausloten.
Auch Studierende und Auszubildende sind natürlich herzlich eingeladen teilzunehmen.

Darum, beteiligt euch an der bundesweiten Schulstreikkonferenz am 16./17.07. am Schiller-Gymnasium in Köln! Los geht es am Samstag (16.07.) um 11 Uhr in der Aula des Schiller-Gymnasiums (Anfahrt siehe unten). Für Schlafplätze und günstige Verpflegung wird gesorgt.

Schickt doch bitte eine kurze E-Mail an schulstreik2011@gmail.com wenn ihr an der Konferenz teilnehmen wollt, insbesondere wenn ihr Schlafplätze benötigt.

Wir werden als Einlader einen Tagesordnungsvorschlag erarbeiten. Dazu wäre es wichtig, dass ihr uns eure Wünsche zukommen lasst.

Es laden ein:
SchülerInnenvertretung des Schiller-Gymnasiums in Köln
LandesschülerInnenvertretung NRW
Bildungsblockaden einreißen! (Berlin)
Bonner Jugendbewegung
SchülerInnen-AG der SDAJ

Anfahrt:
Städtisches Schiller-Gymnasium
Nikolausstraße 55
50937 Köln

Das Schiller-Gymnasium liegt in Köln-Sülz, genauer in dem Carrée zwischen Universitätsstraße und Weyertal bzw. Zülpicher und Berrenrather Straße.

Einen Lageplan der Schule gibt es unter www.schillergymnasium-koeln.de

Wegen Atomkraft in Lebensgefahr leben?

Nein! Dagegen kämpfen!

Aufruf zum Jugendblock auf der Anti-Atom-Demo am 28.5. in Bonn

Im März diesen Jahres zeigte sich in Japan, dass nicht mal die Atomkraftwerke der höchst technisierten Länder sicher sind. Durch Atomreaktorunfälle wie in Fukushima oder im Jahr 1986 in Tschernobyl nehmen die dort lebenden Menschen und die Umwelt erheblichen Schaden. Unfälle wie dieser zeigen immer wieder: Atomkraft ist lebensgefährlich!
Auch in Deutschland gibt es alle drei Tage ein „sicherheits- relevantes Ereignis“ in Atomkraftwerken. Keines der deutschen Atomkraftwerke bekäme nach den heutigen Sicherheitsstandards, die das Bundesverfassungsgericht fordert, noch einmal eine Genehmigung. Auch ist so gut wie kein Reaktor in Deutschland gegen Erdbeben oder
Hochwasser geschützt. Ganz zu schweigen von dem ungelösten Problem der „Endlagerung“, also wo der hochgiftige Müll hinkommt.
Jedes Jahr werden vom Staat mehrere Milliarden Euro in Atomkraft investiert. Das Geld kommt aus unseren Steuergeldern. Nicht die Atomkonzerne, sondern wir tragen den Großteil der Kosten für den Bau und die Sanierung von Atomkraftwerken und die Endlagerung des Atommülls. Und letzteres für die nächsten zigtausend Jahre. Sie verdienen sich eine goldene Nase, wir müssen zahlen. Atomkraft ist nicht billig!
Komm deshalb mit anderen Jugendlichen zum Jugendblock auf der Anti-Atom-Demo in Bonn! Treffpunkt ist am 28.5. um 11:30 Uhr am Kaiserplatz in Bonn vor der Kreuzkirche.Von dort wird es eine kämpferische Demon- stration geben. Seit Jahren versuchen uns die Politiker mit der Ankündigung von „Brückentechnologie“ an der Nase herum zuführen, deshalb wird es als Höhepunkt der Demo eine Massenblockade an der Kennedybrücke geben.
„Brückentechnologie blockieren!“
Unsere Chance, den Atomausstieg durchzusetzen, war noch nie so groß! Nach Fukushima gibt es nur noch eine Richtung und die heißt:
Alle AKWs abschalten – jetzt und endgültig!

Weitere Infos zur Demo findest du unter antiatombonn

Rassistische Hetze? Verhindert! Die Bonner Jugendbewegung hat keinen Bock auf pro NRW

Am 07. Mai hat die selbsternannte „Bürgerbewegung“ pro NRW zum sogenannten „Marsch der Freiheit“ in Köln aufgerufen, um ihr rassistisches Gedankengut zu verbreiten. Wie schon in den letzten Jahren scheiterte dieses Vorhaben durch das Engagement zahlreicher AntifaschistInnen aus Köln und der Umgebung. Die Bonner Jugendbewegung war mit mehr als zwei Duzend Jugendlichen vor Ort, um sich den RassistInnen und RechtspopulistInnen in den Weg zu stellen.

Wir haben uns an den friedlichen aber entschlossenen Blockaden beteiligt, weil wir es unerträglich finden, dass FaschistInnen im bürgerlichen Schafspelz durch unsere Städte marschieren und das auch noch unter Verhöhnung des Freiheits-Begriffs. Denn wenn sie von „Freiheit“ sprechen, meinen sie dann etwa die Religionsfreiheit für MigrantInnen oder die Bewegungsfreiheit für Asylsuchende und Flüchtlinge? Wohl kaum!

Wir sagen, es gibt kein Recht auf Nazi-Propaganda! Daher freuen wir uns umso mehr, dass der Marsch der Rechten auch nur einen kleinen Teil seiner geplanten Route gehen konnte. Der Marsch konnte auch nur nach erheblicher Verspätung begonnen werden, da eine Gleisblockade von AntifaschistInnen in Opladen ca. 50-100 Rechte stundenlang an der Anreise zu der Auftaktkundgebung in Deutz hinderte. Von dort aus kamen die ‚Bürgerbewegten‘ gerade Mal über die Rheinbrücke. Denn auf dem Heumarkt wurden sie von hunderten AntifaschistInnen lautstark ‚begrüßt‘. Trotz Verstärkung aus Österreich und den Niederlanden waren es gerade mal 200 Rechte, die einen doch recht verlorenen Eindruck machten. Denn auch das massive Polizeiaufgebot konnte die zahlreichen Blockaden in der Innenstadt nicht verhindern, die den RassistInnen den Weg abschnitten. Westlich der Deutzer Brücke waren alle Strassen in Richtung der Abschlusskundgebung der Rechten blockiert. Mindestens 4 Blockaden wurden von den AntfaschistInnen auf der Cäcilienstr / Nord-Süd-Fahrt, der Sternengasse / Hohe Strasse, der Agrippastr. und dem Mühlenbach errichtet. Es waren friedliche und bunte Sitzblockaden, die von der Polizei nicht attackiert wurden. Weniger Glück hatte hingegen SchülerInnen und junge Demonstrantinnen auf dem Weg zu einer angemeldeten Kundgebung auf dem Alter Markt. Kurz nach ihrem Start vom HBF wurden sie in der belebten Schildergasse von Bereitschaftspolizisten ohne Vorwarnung mit Pfefferspray und körperlicher Gewalt angegriffen. Diesen unprovozierten und unverhältnismäßigen Gewaltakt, bei dem es zu zahlreichen leichten und einer schweren Verletzung sowohl unter DemosntratInnen als auch bei unbeteiligten PassantInnen kam, verurteilen wir aufs schärfste.

Trotzdem haben wir den RassistInnen und RechtspopulistInnen eindeutig gezeigt, dass sie im Rheinland nichts verloren haben. Und wir werden es jederzeit wieder tun.

Stimme erheben! Gegen Faschismus!

NAZIS BEKÄMPFEN! - Artikel über Nazis in Bonn und Umgebung
Kein Bock auf ProNRW!

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