Es ist leider mal wieder nötig: Nazi-Aufmarsch am 1. Mai in Bonn verhindern
Bündnistreffen gegen Rechts
Freitag, 23. März 2012 ab 18 Uhr
im DGB-Haus Bonn, Endenicher Str. 127, großer Saal
Liebe Antifaschistinnen und Antifaschisten,
wie ihr mittlerweile sicherlich aus der Presse erfahren habt, haben Neo-Nazis aus dem Spektrum der sog. „Autonomen Nationalisten“ für den 1. Mai eine Demonstration in Bonn angemeldet.
Es handelt sich bei den Anmeldern um die gleichen Kreise, die in den vergangenen Jahren in Dortmund den sog. „Nationalen Antikriegstag“ abgehalten haben. „Die „Autonomen Nationalisten“ bilden einen militanten Block innerhalb des Neo-Nazi-Spektrums. 2009 wurde in Dortmund die DGB-Kundgebung angegriffen, wobei einige GewerkschaftlerInnen verletzt wurden.
In Bonn haben mittlerweile die LINKE und die Verdi-Jugend ein Verbot der Nazi-Demonstration gefordert. Auch der DGB forderte Gründe für ein mögliches Verbot zu prüfen.
Wir müssen aus Erfahrung aber davon ausgehen, dass die Gerichte ein mögliches Verbot wieder aufheben, so dass wir am 1. Mai leider mit einer Nazi-Demonstration in Bonn rechnen müssen.
Dagegen gilt es Widerstand zu organisieren um diese Demo nach Möglichkeit zu verhindern.
Dies schafft niemand von uns alleine, deshalb müssen wir uns zusammen tun. Und zwar mit Allen, die es nicht zulassen wollen, dass Nazis durch unsere Stadt ziehen.
Es gilt also, zusätzlich und solidarisch zur 1. Mai-Demonstration des DGB und der Kundgebung auf dem Bonner Marktplatz, die sich auch gegen den Nazi-Aufmarsch richten wird, weitere vielfältige Aktivitäten incl. einer Blockade des Demonstrationsweges der Neonazis zu initiieren und zu koordinieren.
Gute Vorbilder für uns sind Dortmund, Dresden und Stolberg (NRW). Dort ist es in nicht immer leichten, aber solidarischen Diskussionsprozessen gelungen, die unterschiedlichsten Menschen, Gruppen, Parteien, Konfessionen und Organisationen gegen die Nazis zusammen zu bringen. Diese Breite des Widerstandes und die aus der Vielfalt resultierende Stärke hat es schließlich geschafft, die Aufmärsche zu einem Misserfolg für die Nazis zu machen.
Dies sollte auch unser Ziel in Bonn sein.
Wir laden deshalb zu einer ersten Beratung über unser gemeinsames Vorgehen ein und hoffen auf eine große Beteilung aller zivilgesellschaftlicher Gruppen. Natürlich sind auch engagierte Einzelpersonen willkommen.
Über Eure Teilnahme, viele gute Aktionsideen und eine konstruktive Beratung würden wir uns freuen.
Herzliche antifaschistische Grüße
Simon Ernst (verdi-Jugendvorstand NRW-Süd)
Dagmar Paternoga und Werner Rätz (attac Bonn)
Jürgen Repschläger (Ratsherr Die Linke)
Mani Stenner (Netzwerk Friedenskooperative)
Carl Phillip Weckerling (BezirksschülerInnenvertretung Bonn)